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Kay-Peter Schäfer, Kapellenweg 56, D-46514 Schermbeck, Germany
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WAS IST PAINTBALL ?
Paintball ist die moderne Version des Räuber- und Gendarme-Spiels.
Es wird auch 'Gotcha' genannt, das kommt von 'I've got you' d.h. 'ich
hab dich'. Zwei Mannschaften spielen gegeneinander. Es geht darum, die
Fahne der Gegner zu erobern und zum eigenen Fahnenpunkt zu bringen.
Natürlich wird jedes Team versuchen, dies zu verhindern und den
Fahnenräuber zu markieren. Jeder getroffene Spieler scheidet aus
dem Spiel aus, egal wo er getroffen wurde. Das Spiel ist auch gewonnen,
wenn alle Spieler der gegnerischen Mannschaft markiert wurden. Dies
ist nur eine von vielen Spielversionen. Sie nennt sich 'Capture the
Flag' und ist die meistgespielte Variante bei Turnieren in Deutschland
und Europa. Wie bei anderen Sportarten auch wird die Einhaltung der
Regeln durch Schiedsrichter, Marshalls genannt, überwacht. Eine
Mannschaft besteht meistens aus 5, 7 oder 10 Spielern. Die Spieldauer
liegt meist zwischen 10 und 20 min. Die Mannschaftsstärke und die
Spieldauer hängen stark vom Spielgelände ab. Manche sind in
Waldstücken angelegt, andere auf freiem Gelände mit Gräben
und Hügeln und auch mit Gebäuden. Auch in eigens für
das Spiel präparierten Häusern und Hallen wird gespielt (Indoor-Hallen).
Die Felder werden für jeden sichtbar durch Absperrbänder und
zum Schutz der Zuschauer durch Netze begrenzt.
WER SPIELT PAINTBALL ?
Paintball kann jeder spielen. Es ist ein Teamsport und nichts für
Freizeitrambos. Gefordert ist nicht Kraft und ein durchtrainierter Krper,
sondern Teamwork und taktisches Geschick. Von amerikanischen und englischen
Firmen wird es zur Mitarbeiterschulung eingesetzt. Auch ist es sehr
gut geeignet, um sich nach einer harten Woche etwas Abwechslung zu verschaffen.
Der Sport darf in Deutschland erst ab dem 18. Lebensjahr betrieben werden.
WIE IST ES ENTSTANDEN ?
Im Jahre 1981 begann es in den USA mit einer Wette unter Freunden. Das
Spiel nannten sie Gotcha, gespielt mit einfachen Luftdruckpistolen zur
Viehmarkierung. Seitdem hat sich einiges geändert. Gotcha expandierte
und wurde zu Paintball, einem Multimillionen-Dollar-Sport mit professionellen
Tournieren quer durch Europa und Amerika. Mittlerweile spielen mehrere
Millionen Menschen Paintball in über 40 Ländern der Erde.
Anerkannt ist dieser Sport in Deutschland noch nicht so richtig, da
viele einen rechten Hintergrund vermuten. Aber im Gegenteil, durch das
Spielen mit Spielern aus anderen Ländern kommt es zu vielen Freundschaften
über die Grenzen hinweg. Und seit kurzem gibt es auch, ähnlich
wie die Bundesliga im Fußball, eine Paintball-Liga.
WAS BRAUCHT MAN DAZU ?
Laut Versicherungsstatistiken aus den USA und England ist es eine der
derzeit sichersten Sportarten. Damit es dabei bleibt, benötigt
man einige Dinge: Natürlich die Paintballkugeln und den Markierer,
aber auch: Schutzmaske: Deshalb ist das Wichtigste, was man benötigt,
die Schutzmaske. Es muß eine speziell für den Paintballsport entwickelte
Schutzmaske sein, da nur die die hohe Energie einer Paintballkugel absorbieren
kann. Die Maske gehört zur Pflichtausstattung. Mit ihr werden vor
allen Dingen die Augen und die Gesichtspartie geschützt. Sie muß
auf dem Spielfeld getragen werden und darf dort nicht abgesetzt werden.
Kleidung: Anziehen kann man eigendlich alles, allerdings sollte es strapazierfähig
sein und gegen ein wenig Farbe nichts haben. Natürlich gibt es
auch spezielle Paintballkleidung.
Schuhe:
Die Schuhe sollten leicht und stabil sein undt. Dies gilt aber auch
nur dann, wenn sichergestellt ist, daß die Kugeln das Gelände nicht
verlassen können. Die Markierer dürfen nur zugriffssicher,
z.B. im verschlossenen Kofferraum transportiert werden. Ein Verstoß
gegen diese Auflage kann mit empfindlichen Geldstrafen oder Freiheitsentzug
bis zu 5 Jahren geahndet werden(WaffG ß35 (1)).
WAS IST EIN MARKIERER ?
Die Paintballkugel wird mit dem Markierer verschossen. Dabei handelt
es sich um eine Schußwaffe, die mit CO2 oder mit Luftdruck (High
Pressure HP) betrieben wird. Es gibt zwei grundsätzliche Typen
von Markierern: Pumps: Diese haben eine manuelle Nachladevorrichtung.
Das heißt, vor jedem Schuß wird durch das Zurückziehen-und-wieder-nach-vorne-Schieben
des Pumpgriffs der Markierer nachgeladen. (Ähnlich wie bei den
amerikanischen Schrotflinten). In unserer Preisliste gehören dazu:
Hammer P, Maverik, Hornet, Trracer, Trracer Deluxe Tagmaster, Diablo.
Halbautomatische: Diese müssen nur einmal gespannt werden und dann
kann nur durch Betätigen des Abzuges geschosssen werden. Hier erfolgt
das Wiederladen durch das Treibmittel. Hierzu gehören Raptor, Spyder,
VM 68, Tippmann Pro/Am-Lite, Magic und AutoCocker. Bei der Automag,
Minimag und Micromag entfällt auch das erste Spannen, da dies ebenfalls
durch das Treibmittel erfolgt . Die Schußgeschwindigkeit beträgt
international 290 bis 300 fps (Fuß pro Sekunde) [ca. 95 bis 100
m/s (Meter pro Sekunde)] und in Deutschland ca. 210 fps (67 m/s). Die
Reichweite liegt bei ca. 200 m, gespielt wird auf Entfernungen von 10
bis 30 m. Unter 10 m sollte nicht auf Personen geschossen werden. Die
Schußgeschwindigkeit wird mit dem Chrony ermittelt. Der Spieler
schießt mit seinem Markierer einfach knapp über den Chrony,
dabei erfassen zwei Lichtschranken den Ball und ein Display zeigt dann
die Geschwindigkeit des Balls an. Ist er zu schnell, muß der Markierer
nachreguliert werden. Sehr wichtig ist der Barrel Plug, zu deutsch Laufstopfen,
dieser sollte zu jedem Markierer gehören. Er wird in den Lauf gesteckt
und verhindert, daß ein unabsichtlich gelöster Schuß
den Lauf verlassen kann.
WAS IST DAS TREIBMITTEL ?
Zumeist wird noch CO2 als Treibmittel benutzt. Das CO2 wird flüssig
in sogenannte CA-Flaschen (Tanks) abgefüllt (ca. 70 bar). Die CA-Flaschen
können bei Händlern und auf den Spielfeldern immer wieder
gefüllt werden. Es gibt sie in den Größen 7,5 oz bis
20 oz (oz=Onze). Die Onze ist ein Amerikanisches Hohlraummaß (ca
28.4 g). Es gibt CO2 auch in kleinen Kapseln (ähnlich wie bei Sahne-Spendern)
zum einmaligen Gebrauch. Sie sind für Gelegenheitsspieler und einfache
Pump-Markierer geeignet. Dann gibt es noch die Druckluftsysteme. Hier
werden andere Flaschen und ein Regulator benötigt, um den Fülldruck
von 200 bis 300 bar zu reduzieren. Auch diese Flaschen können immer
wieder befüllt werden. Vorteil ist, daß Druckluft einen wesentlich
konstanteren Druck liefert als CO2. Außerdem entzieht das CO2
beim Verdampfen der Umgebung Energie, so daß die Waffen im Winter
leicht vereisen. Das heißt sie funktionieren dann nicht mehr.
WAS IST EINE PAINTBALLKUGEL ?
Das Markieren erfolgt mittels des Paintballs, zu deutsch Farbkugel,
einer Kugel mit dem Kaliber 0.68 (d.h. Durchmesser 17,3 mm). Er besteht
aus einer Gelatinehülle die mit Lebensmittelfarbe gefüllt
ist. Dadurch ist der Paintball biologisch vollständig abbaubar.
Trifft der Ball auf ein Hinderniss, so platzt er auf und hinterläßt
einen farbigen Fleck (Splat).
WELCHE RECHTLICHEN BESTIMMUNGEN MUSS MAN BEACHTEN ?
Alle Markierer (Luftdruckpistolen) sind ab 18 Jahren freigegeben. Dabei
ist das Waffengesetz zu beachten: Das Erwerben und Ausüben der
tatsächlichen Gewalt ist nur Personen über 18 Jahren gestattet
(1.WaffV ß2). Das Überlassen von erlaubnisfreien Schußwaffen an
Personen unter 18 Jahren stellt eine Ordungswidrigkeit dar und kann
mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 DM belegt werden (WaffG ß34
Abs.1). Die Benutzung der Markierer ist nur auf "befriedetem Besitztum"
(mit Genehmigung des Besitzers) gestattet
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